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Kopfläuse - was tun?

 

Wie bekommt man Kopfläuse?

Springen oder fliegen können Kopfläuse zwar nicht, aber sie sind flinke Krabbler. Da kann es leicht passieren, dass die ungebetenen Gäste beim vertrauten Umgang in der Familie oder unter Freunden, beim Schmusen, Kuscheln und Köpfezusammenstecken - also beim direktem Kontakt - von einem Kopf zum nächsten wandern. In der Auswahl des Haarschopfes sind sie dabei nicht wählerisch - jeder Kopf ist als neue Nahrungsquelle willkommen. Und ehe man sich`s versieht, ist die ganze Familie, der Freundeskreis, die Schulklasse oder die Kindergartengruppe betroffen.Daher kommt es, das immer wieder von regelrechten "Läuseplagen" berichtet wird, die ganze Gruppen in Kindergarten und Schule heimsuchen.

Bei jedem Menschen können sich Kopfläuse niederlassen - trotz bester Körperpflege und täglicher Haarwäsche!

Vorgehen beim Auftreten von Kopfläusen in Gemeinschaftseinrichtungen

Wir empfehlen folgendes Vorgehen:

  • Jeder Läusebefall muss nach § 34 Infektionsschutzgesetz von der Gemeinschaftseinrichtung dem Gesundheitsamt gemeldet werden.
  • Die Gemeinschaftseinrichtung informiert die Eltern der jeweiligen Kindergartengruppe/Schulklasse über das Auftreten von Kopfläusen und verteilt das Merkblatt mit Rückantwortschreiben der Eltern.
  • Die Gemeinschaftseinrichtung kontrolliert den Rücklauf der Eltern-Erklärungen.

Unmittelbar nach der ersten von zwei erforderlichen Behandlungen mit einem zugelassenen Läusemittel darf das Kind die Gemeinschaftseinrichtung wieder besuchen.

Bei wiederholtem Befall innerhalb von 4 Wochen ist die Vorlage eines schriftlichen ärztlichen Attestes vor Wiederzulassung erforderlich.

In Ausnahmefällen, bei besonderen Problemen oder auf Wunsch der Eltern kann nach telefonischer Rücksprache die Untersuchung auf Kopfläuse auch im Gesundheitsamt durchgeführt werden. Die Untersuchung ganzer Kindergartengruppen oder Schulklassen ist uns leider nicht möglich. Dies ist vom Gesetzgeber weder erwünscht noch kann dies von uns aus Kapazitätsgründen geleistet werden. Wir verweisen daher an die niedergelassenen Kinder- und Hausärzte.

 

Zuständig:

Ablauf:

 

Was tun gegen Kopfläuse?

Mit der Verordnung eines Arztes oder auch ohne Rezept können Sie Mittel zur Läusebehandlung in Ihrer Apotheke bekommen. Wenn Sie über ein Rezept Ihres Kinderarztes verfügen, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Behandlung Ihres Kindes. Die Behandlung selbst kann dann zu Hause erfolgen. Sie ist weder aufwändig noch schmerzhaft und in den meisten Fällen auch wenig geruchsbelästigend.

Die Läusemittel stehen zumeist in flüssiger Form als Lösungen, Emulsionen oder Gels zur Verfügung. Bei der Anwendung ist streng nach Gebrauchsanweisung vorzugehen, da ansonsten der Erfolg der Behandlung gefährdet ist.

Die meisten heute gebräuchlichen Läusemittel wirken zuverlässig nur gegen die lebenden Formen der Laus (Larven und erwachsene Läuse) und nicht oder nur bedingt gegen die Eier in der Nisse. Deshalb ist es notwendig, mindestens zweimal im Abstand von acht bis zehn Tagen zu behandeln. Bei der zweiten Behandlung werden alle Larven vernichtet, die seit der ersten Kopfwäsche geschlüpft sind. Zurück bleiben nur leblose Hüllen - die Nissen. Kontrollieren Sie dennoch in den ersten vierzehn Tagen nach der zweiten Behandlung regelmäßig nach, ob wirklich alle Läuse zuverlässig beseitigt wurden und keine Neuansteckung stattgefunden hat.

Folgende Reinigungsmaßnahmen sind zu empfehlen:

  • Kämme und Haarbürsten für zehn Minuten in heißes Wasser legen und dann gründlich reinigen
  • Handtücher, Leib- und Bettwäsche wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen
  • Mützen, Schals, Decken, Kopfkissen und Kuscheltiere, wenn möglich, ebenfalls bei mindestens 60 Grad waschen
  • Textilien und Kuscheltiere, die nicht so heiß waschbar sind, für zwei Wochen in einem gut verschließbaren Plastikbeutel aufbewahren oder für einen Tag einfrieren
  • Teppiche und Polstermöbel sowie Autositze und Kopfstützen sorgfältig absaugen

 

Sonstiges:

Das Wichtigste noch einmal auf einen Blick

  • Wenn die Kopfhaut ungewöhnlich stark juckt oder Sie von einem Kopflausbefall in Ihrem Umfeld erfahren, den Kopf möglichst mit einer Lupe genau untersuchen, besonders an den Schläfen, hinter den Ohren und im Nacken.
  • Bei Kopflausbefall den Kopf mit einem zugelassenen Arzneimittel behandeln, das Permethrin, Pyrethrum, Allethrin oder Lindan enthält und das Sie in der Apotheke bekommen. Packungsbeilage durchlesen und genau danach verfahren. Die Behandlung unbedingt nach 8 Tagen wiederholen.
  • Vorsicht bei der Anwendung von chemischen Läusemitteln in der Schwangerschaft und Stillzeit - Herstellerhinweise genau beachten. Kinder im Säuglingsalter sollten vom Arzt behandelt werden.
  • Wenn Sie bei Ihrem Kind einen Kopflausbefall feststellen, sofort die Schule oder Kinderbetreuungseinrichtung, die ihr Kind besucht, sowie Ihr sonstiges näheres Umfeld benachrichtigen.
  • Alle Personen, zu denen näherer Kontakt bestand (Familie, Kindergartengruppen, Schulklassen), genau kontrollieren; Familienangehörige unter Umständen gleich mitbehandeln.
  • Textilien, Gebrauchs- und Einrichtungsgegenstände, die mit Haupthaar in Berührung kommen, sorgfältig reinigen (Wäsche bei mindestens 60 Grad). Kein Einsatz von Desinfektionsmittel oder Insektiziden.

 

Merkblätter für Eltern in deutsch, russisch und türkisch

 

Broschüre:

kopfläuse...was tun?

Diese Broschüre wird von der BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung), Köln, im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit, kostenlos abgegeben. Sie ist nicht zum Weiterverkauf durch die Empfängerin/den Empfänger oder Dritte bestimmt.

Bestelladresse: BZgA, 51101 Köln

E-Mail: order@bzga.de

Bestell-Nr. 60020000

 

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Die Texte werden über das Service-Modul "s-Komm BW" der Komm.on.line GmbH vom Portal Service-BW vollständig übernommen und eingelesen.

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