Landkreis Schwäbisch Hall

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Gehäufte Geflügelpestausbrüche in Deutschland - Geflügelhalter werden zu erhöhter Vorsicht aufgerufen

[Artikel vom 25.11.2021]

Seit einigen Wochen häufen sich die Meldungen über Geflügelpestausbrüche bei Wildvögeln. Wurde die Geflügelpest bisher v.a. bei Wildvögeln in Norddeutschland
nachgewiesen, ist die Tierseuche aktuell auch bei Schwänen in Baden-Württemberg
im Schwarzwald-Baar-Kreis festgestellt worden. Zudem wurden bereits einige Seuchenausbrüche bei gehaltenem Geflügel v.a. in Norddeutschland verzeichnet.
Aufgrund der aktuellen Ausbrüche hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) seine Einschätzung hinsichtlich des Risikos einer Ausbreitung der Geflügelpest bei Wildvögeln sowie der Übertragung auf gehaltenes Geflügel und Vögel als „hoch“ eingestuft.

Es ist daher jetzt für alle Geflügelhalter besonders wichtig, vorbeugende
Biosicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um einen Seucheneintrag in die
Geflügelbestände und Vogelhaltungen zu verhindern. Das Amt für Veterinärwesen
und Verbraucherschutz Schwäbisch Hall empfiehlt deshalb allen Geflügelhaltern im
Landkreis Folgendes zu beachten:
•    Geflügel sollte nur so gehalten werden, dass kein direkter Kontakt zu Wildvögeln stattfinden kann
•    Futter und Einstreumaterial sollte wildvogelsicher gelagert und das Geflügel sollte nur im Stall getränkt und gefüttert werden
•    Der Geflügelstall sollte nur mit betriebseigener Schutzkleidung betreten werden

Bei einem verdächtigen Krankheitsgeschehen im Geflügelbestand wie erhöhte Sterberaten oder Veränderungen bei der Legeleistung, muss rasch ein Tierarzt zur Abklärung der Krankheitsursache hinzugezogen werden.
Außerdem ist für die effektive Bekämpfung der Geflügelpest rechtlich vorgeschrieben, dass jede Geflügelhaltung, unabhängig davon ob die Tiere zu Erwerbs-oder Freizeitzwecken gehalten werden, beim zuständigen Veterinäramt gemeldet sein muss. Falls eine Geflügelhalterin/ein Geflügelhalter die verpflichtende Registrierung des Geflügelbetriebs bisher noch nicht vorgenommen hat, sollte sie/er dies umgehend beim Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz Schwäbisch Hall nachholen.

Weitere Informationen zur Geflügelpest und zu Biosicherheitsmaßnahmen rund um
die Geflügelhaltung sind auf der Homepage des Landratsamts Schwäbisch Hall unter
https://www.lrasha.de/de/buergerservice/elektronische-dienste/formulare-a-z-infoblaetter/veterinaerwesen-und-verbraucherschutz und auf der Homepage des
Friedrich-Loeffler-Instituts unter https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/aviaere-influenza-ai-gefluegelpest/
abzurufen.

Hintergrundinformation:
Die Geflügelpest oder Hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) umgangssprachlich
auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, deren
natürlicher Reservoirwirt wild lebende Wasservögel sind. Die Geflügelpest wird durch
sehr virulente (hochpathogene) Stämme aviärer Influenzaviren der Subtypen H5 und
H7 hervorgerufen. Die Krankheit verläuft bei Hausgeflügel meist unter schweren
allgemeinen Krankheitszeichen. Bei Hühnern und Puten können innerhalb weniger
Tage bis zu 100 % der Tiere erkranken und sterben. Die wirtschaftlichen Verluste
sind entsprechend hoch. Enten und Gänse erkranken oftmals weniger schwer.


Hinweis

Die Inhalte werden vom Landratsamt Schwäbisch Hall gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an das Landratsamt Schwäbisch Hall wenden.

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