Landkreis Schwäbisch Hall

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Spezialist für Fuchs, Marder, Waschbär & Co.

[Artikel vom 20.09.2022]

Seit September ist Michael Breuninger der Wildtierbeauftragte (WTB) im Landkreis Schwäbisch Hall. Er ist damit Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Wildtier.

Ob der Waschbär die Mülltonne plündert oder sich der Marder an der Verkabelung im Auto zu schaffen macht – Wenn Mensch und Tier ungewollt aufeinandertreffen, kann der Wildtierbeauftrage im Landkreis Schwäbisch Hall weiterhelfen. Seit September hat Michael Breuninger aus Hessental diese neu geschaffene Stelle inne.
„Der Wildtierbeauftragte ist Berater und Ansprechpartner für Kommunen und Bürger, die Fragen oder Probleme mit Wildtieren haben“, erläutert Michael Breuninger.
Der 28-Jährige hat an der Hochschule Rottenburg Forstwirtschaft studiert. Wildökologie, Jagdwirtschaft, Wildtiermanagement, Zoologie & Wildbiologie gehörten dort ebenso zum Studieninhalt wie der Waldbau. „Für mich ist das Arbeiten mit und in der Natur ein wahrgewordener Kindheitstraum“, verrät der frischgebackene Wildtierbeauftragte. Und er gibt zugleich ein paar Tipps im Umgang mit wilden Vierbeinern mit auf den Weg:

Wenn der Fuchs plötzlich im Garten steht
Dass sich Wildtiere menschlichen Siedlungen nähern, ist bekannt. Doch, wer sein Katzenfutter auf der Terrasse stehenlässt oder den Kompost mit Essensresten füllt, lockt die Tiere zusätzlich auf sein Grundstück. „Um den Kontakt zwischen Wildtier und Mensch für beide so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten ein paar Regeln beachtet werden“, hebt Breuninger hervor. „Nehmen wir an, ich treffe einen Fuchs in meinem Garten. In diesem Fall sollte es selbstverständlich für mich sein, möglichst viel Abstand zu halten und das Tier nicht zu bedrängen“, weiß der Experte. „Am besten, man lässt dem Fuchs immer einen Fluchtweg offen.“ Um häufigeren Kontakt zu vermeiden, sollten Hohlräume unter Terrassen oder Hütten verschlossen werden. „Ist der Fuchs aber schon da, kann man versuchen, ihn mit einem lauten Radio oder dem Wasserstrahl eines Gartenschlauchs zu vertreiben.“ Falls das alles nicht hilft, folgt der Antrag an die Untere Jagdbehörde des Landkreises auf den Einsatz einer Lebendfalle. Damit wird das Tier gefangen, um mögliche Konflikte zu vermeiden.

Auch die Vermittlung zwischen unterschiedlichen Akteuren aus Jagd, Naturschutz, Forschung und Forst gehört zu den Aufgaben des neuen Wildtierbeauftragten. Im speziellen Themenkomplex „Wildtiermanagement im Siedlungsraum“ wird Breuninger eine wichtige koordinierende Rolle einnehmen. Er arbeitet dabei eng mit Wildtierschützern, Stadtjägern oder Jagdausübungsberechtigten als operative Einheit zusammen. Außerdem steht der Wildtierbeauftragte eng mit staatlichen Einrichtungen wie der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg, der Wildforschungsstelle LAZBW in Aulendorf und der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) im Kontakt. Durch Fortbildungs- und Informationsangebote finden stetig Weiterbildungen statt.

Kontakt
Wer Fragen zum Umgang mit Wildtieren oder Probleme mit ihnen hat, kann sich an den Wildtierbeauftragten Michael Breuninger im Forstamt des Landkreises Schwäbisch Hall wenden.
Telefon: 0791 755-7876
Mobil: 0151 50834432
E-Mail: m.breuninger(@)LRASHA.de

Weitere Informationen zum Forstamt des Landkreises gibt es im Netz unter www.LRASHA.de/wald

Michael Breuninger aus Hessental hat eine heimatnahe Stelle als Wildtierbeauftragter angetreten. Foto: Landratsamt
Michael Breuninger aus Hessental hat eine heimatnahe Stelle als Wildtierbeauftragter angetreten. Foto: Landratsamt

Hinweis

Die Inhalte werden vom Landratsamt Schwäbisch Hall gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an das Landratsamt Schwäbisch Hall wenden.

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