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Nachrüstpflicht für Kamin- und Kachelöfen: Stichtag beachten!

[Artikel vom 15.10.2020]

Nachrüstpflicht für Kamin- und Kachelöfen: Stichtag beachten!

• Ab 01.01.2021 gelten strengere Feinstaubregeln für Kaminöfen.
• Alle Öfen, die zwischen 1985 und 1994 eingebaut wurden, müssen mit Feinstaubfiltern nachgerüstet, komplett ausgetauscht oder außer Betrieb genommen werden.

Nach zahlreichen Tagen mit nur wenigen Plusgraden und klirrend kalten Nächten geht das Winterwetter in die nächste Runde. Bei solchen Temperaturen kommt der Holzofen wieder vermehrt zum Einsatz. Man kuschelt sich nun gern auf das Sofa und wärmt sich an einem knisternden Feuer. Heizen mit Holz in Einzelraumfeuerungsanlagen entlastet die Zentralheizung und senkt die Kosten. „Unsere Heizungen und Öfen haben jetzt Hochsaison“, weiß auch Landrat Gerhard Bauer. „Alte Kaminöfen geben neben wohliger Wärme aber auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. Die feinen Partikel sind gesundheitsschädlich – sie können Allergien und Asthma auslösen“, gibt er zu bedenken. Die kleinen Staubpartikel können die Lungenbläschen verletzten, in dem sie tief in die Lunge eindringen. Die Schwermetalle, die dadurch in die Lunge gelangen sind unter Umständen sogar krebserregend.
Seit dem 01. Januar 2015 sieht die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSCHV) für Kamin- und Kachelöfen und Kamine einen Grenzwert der Feinstaubbelastung von 150 Milligramm/Kubikmeter vor. Am 31. Dezember 2017 lief die Übergangsfrist für Einzelraumfeuerungsanlagen ab, die vor dem 22. März 2010 installiert wurden und deren Datum auf dem Typschild zwischen 1975 und 1984 liegt.

Ab 2021 müssen Öfen, die zwischen 1985 und 1994 eingebaut wurden, mit Feinstaubfiltern nachgerüstet werden, der die Feinstaub-Erzeugung pro Kubikmeter Luft auf maximal 150 Milligramm begrenzt. Überschreitet ein Ofen die Grenzwerte, muss man ihn außer Betrieb nehmen oder mit einem Staubfilter nachrüsten. „Eine Beratung durch Ihre Schornsteinfegerin, Ihren Schornsteinfeger oder die zuständige Behörde vor Ort ist sehr sinnvoll bei der Frage, ob ein Austausch des Ofens notwendig ist oder die Nachrüstung mit einem Rußfilter ausreicht“, rät Landrat Gerhard Bauer.
Der Grenzwert für Feinstaub liegt bei 150 Milligramm/Kubikmeter und für Kohlenmonoxid bei vier Gramm/Kubikmeter. Ofenbesitzer müssen einen Nachweis vorlegen können, dass diese Werte eingehalten werden. Bestehende Einzelraumfeuerungsanlagen, die diesen Nachweis erbringen, können zeitlich unbegrenzt weiterbetrieben werden.
Neue Öfen sind mit einer entsprechenden Bescheinigung vom Hersteller ausgestattet, die auch von der prüfenden Behörde und vom Schornsteinfeger akzeptiert wird.
Der Betreiber einer Einzelraumfeuerungsanlage hat die Einstufung seines Kamins, Kamin- oder Kachelofens vom bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger feststellen zu lassen.
„Kommen Sie gut durch die kalte Jahreszeit“, wünscht der Landrat.

Die Tabelle zeigt bis wann man einen Rußfilter in einen Kamin, Kaminofen oder Kachelofen nachrüsten muss oder die Anlage ohne Rußfilter nicht mehr weiterbetrieben werden darf. Wer eine Feuerungsanlage nach den genannten Zeitpunkten ohne Rußfilter weiterbetreibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis 2.500 EUR geahndet werden kann.

Quelle: https://www.bmu.de/themen/luft-laerm-verkehr/luftreinhaltung/uebergangsregelungen-der-1-bimschv/
Die Tabelle zeigt bis wann man einen Rußfilter in einen Kamin, Kaminofen oder Kachelofen nachrüsten muss oder die Anlage ohne Rußfilter nicht mehr weiterbetrieben werden darf. Wer eine Feuerungsanlage nach den genannten Zeitpunkten ohne Rußfilter weiterbetreibt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis 2.500 EUR geahndet werden kann.

Quelle: https://www.bmu.de/themen/luft-laerm-verkehr/luftreinhaltung/uebergangsregelungen-der-1-bimschv/

Hinweis

Die Inhalte werden vom Landratsamt Schwäbisch Hall gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an das Landratsamt Schwäbisch Hall wenden.

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