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Flüchtlingsgipfel nach Flüchtlingswelle - Zweites Austauschforum für Flüchtlingshelfer in Bühlertann

[Artikel vom 18.05.2017]

Um verschiedenste Themen rund um Geflüchtete ging es beim zweiten Flüchtlingsgipfel in Bühlertann. Landrat Bauer lobte die rund 100 haupt- und ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, die der der Landkreis Schwäbisch Hall in die Bühlertalhalle geladen hatte.
Landkreis. „Für Ihr unglaubliches Engagement kann ich nicht oft genug danken. Ihre Unterstützung ist Gold wert, ja, sie ist unverzichtbar“. Aus den Extremsituationen mit logistischen und organisatorischen Herausforderung bei der Unterbringung der hier Ankommenden habe man gelernt. „Durch gemeinsames Zusammenarbeiten haben wir es geschafft, “betonte der Landrat in seiner Begrüßung. Nach dieser ‚Flüchtlingswelle‘  im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 gehe es jetzt um die Integration in die Gesellschaft.


Im Vortrag "Flüchtlinge willkommen?! Volkswirtschaftliche Chancen und Risiken der humanitären Zuwanderung" von Herrn Prof. Dr. Holger Bonin vom IZA Institut in Bonn wurden vielschichtige Auswirkungen der humanitären Zuwanderung beleuchtet. Die vorgetragenen volkswirtschaftlichen, fiskalischen und gesellschaftlichen Effekte der Zuwanderung von Flüchtlingen gaben einen Einblick in die Arbeit des Instituts. Der Professor machte deutlich, dass Integration gelingen müsse und zeigte Maßnahmen dafür auf. Auch im Bereich Arbeit laute das Credo für Zuwanderer: "Gute Beschäftigung ist wichtiger als schnelle Beschäftigung". Befürchtungen, dass Flüchtlinge den Einheimischen die Arbeit wegnehmen, seien laut Bonin ebenso haltlos wie die These, dass der Zugang vieler Geflüchteter die Alterung unserer Gesellschaft aufhalten könne.
In den einzelnen Workshops ging es um speziellere Themen, die Geflüchtete und Flüchtlingshelfer beschäftigen.


Welche Regularien, Abläufe und unterschiedliche Vorgänge den Familiennachzug erschweren und wie dieser abläuft, wurde den Besuchern im Vortrag von Joachim Glaubitz (Caritas) und Inge Maile (Landratsamt Schwäbisch Hall) bewusst.
Wie viele Akteure im Themenfeld "Arbeit für Geflüchtete" involviert sind, was deren Aufgabe ist und wie die die Antwort auf die Frage nach der beruflichen Perspektiven und Eingliederung in den Arbeitsmarkt lautet, war Thema eines weiteren Workshops. Die Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit und des Jobcenters, sowie die Geschäftsführerin der Beruflichen Schulen und Herr Schneider vom Landratsamt haben sich hierzu als Referenten zur Verfügung gestellt. Wesentliche Kernbotschaft des Vortrags war, dass die berufliche Integration nicht über einen strikten, vorgegebenen Weg erreicht werden könne. Es sei vielmehr ein für die einzelne Person mit ihren individuellen Fähigkeiten und Zielen zugeschnittener Weg mit entsprechend angepassten Maßnahmen.


Dass kulturelle Vielfalt auch ein Zugewinn für unsere Gesellschaft sein kann, ist angesichts des Verständnisses, dass Integration nicht Assimilation heißt, keine neue Erkenntnis. Jedoch sorgte Holger Witzenleiter von abc business communication in Markdorf für neue Erkenntnisse in der Interkulturellen Kommunikation. Im Vortrag ’Die kulturelle Brille - Tipps im Umgang mit fremden Kulturen’ konnte von ihm auf humorvolle und eindringliche Art erläutert werden, was es mit der „kulturellen Brille“ auf sich hat. Denn durch diese Brille „sehen wir die Dinge nicht wie sie sind, sondern wir sehen sie wie wir sind“, so Witzenleiter.


Die ABC-Methode war neben dem Impulsreferat eines der Instrumente, die Kristina Rudolph, systemische Familientherapeutin, und Frau Dr. Jorina Talmon-Gros, Dipl. Pädagogin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Pädagogik Koblenz und systemische Beraterin (beide in der Praxis für Familientherapie & Supervision Ute Heddergott in Schwäbisch Hall), den Besuchern des Workshops zur Achtsamkeit und Selbsthilfe an die Hand geben konnten. Die Arbeit mit den Geflüchteten sei für viele Flüchtlingshelfer erfüllend, könne im Einzelfall aber auch an die Grenzen der Belastbarkeit gehen.
Im letzten Workshop wurden die Arbeitsschwerpunkte der Flüchtlingssozialarbeit des Amts für Migration vorgestellt und aufgezeigt, was sich durch veränderte Rahmenbedingungen nach der ‚Flüchtlingswelle‘ ergeben hat. Gemeinsam mit den Teilnehmern wurde herausgearbeitet, welche Herausforderungen sich künftig für die Flüchtlingssozialarbeit ergeben und wie diese gemeistert werden können.

Info:
Die zur Verfügung gestellten Präsentationen, Infomaterialien, Bilder von der Veranstaltung und Kontakte der Referenten stehen auf der Homepage www.integration-landkreis-sha.de zum Download bereit. Auf der Homepage Integration gelangt man über "Die Flüchtlingsbeauftragte informiert" auf das Lesezeichen "Flüchtlingsgipfel 12.05.2017": http://www.integration-landkreis-sha.de/de/kontakt/die-fluechtlingsbeauftragte-informiert/fluechtlingsgipfel-12052017.htm
 

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