Landkreis Schwäbisch Hall

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So viele Rehe wie noch nie

[Artikel vom 04.08.2010]

„Damit ist das Rehwild vor Fuchs und Schwarzwild nach wie vor die Wildart, mit der größten Bedeutung für unsere Jägerinnen und Jäger“, führt Werner Kochendörfer aus. Im vergangenen Jagdjahr 2009/2010 weist die Jagdstrecke (das ist die Anzahl der Tiere, die erlegt wurden, im Straßenverkehr überfahren wurden oder verendet sind) eine Zunahme von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus. „Die Gesamtzahl von 6340 Rehen ist die höchste bisher gemeldete Rehstrecke im Landkreis Schwäbisch Hall“, sagt Werner Kochendörfer. Dabei nimmt der hiesige Kreis allerdings keine Ausnahmestellung ein: „Mit diesen Zahlen liegt der Kreis bundes- und landesweit im Trend“, sagt Werner Kochendörfer. Anerkennung zollt der Jagdexperte den Jägerinnen und Jägern im Kreis: „Sie haben den dreijährigen Abschussplan zu 100 Prozent erfüllt.“

Die Schwarzwildstrecke sei im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleich geblieben, führt Werner Kochendörfer weiter aus. Zwar nahmen die Wildschweine durch den Rekordertrag von Bucheckern das zusätzlich ausgebracht Lockfutter an den so genannten Kirrungen (das sind Stellen, an die die Tiere mittels des Futters angelockt werden, um sie dort besser schießen zu können) nur wenig an, aber der lange, schneereiche Winter machte es dann doch möglich, dass die Jäger ein gutes Ergebnis erzielen konnten. Aufgrund der Schneedecke ließen sich die Wildschweine bei so genannten Gesellschaftsjagden doch recht gut ausfindig machen und eine entsprechende Anzahl erlegen. Um allerdings Wildschäden zu vermeiden und das Risiko einer Schweinepest zu reduzieren, muss das Schwarzwild laut Werner Kochendörfer auch weiterhin „intensiv bejagt werden“. Eine eventuell auftretende Schweinepest, die sich auf Hausschweine übertragen könnte, „wäre für unsere Landwirtschaft eine Katastrophe“, weiß er.

Eine „extreme Zunahme“ gegenüber dem Vorjahr vermeldet er für den Waschbär: Der starke Anstieg der Jagdstrecke um 123 Prozent auf jetzt 29 (Vorjahr: 13) geschossene Tiere zeigt, dass der Waschbär als Wildart im Kreis mittlerweile fast flächendeckend vorkommt und stark zugenommen hat. „Auch er sollte deshalb intensiv bejagt werden“, so Werner Kochendörfer. Der Waschbär ist bei uns eigentlich nicht heimisch hat dementsprechend so gut wie keine natürlichen Feinde und sorgt durch seine Eigenschaften als Nesträuber und Futterkonkurrent für andere Wildarten für zahlreiche Schäden.

Einen leichten Rückgang verzeichnet die Statistik bei den Feldhasen. Wurden im vorangegangenen Jagdjahr noch 409 der Langohren geschossen, waren es aktuell 100 Tiere weniger. Trotz dieser freiwilligen Zurückhaltung der Jäger sei nach Wildforschungen der Hasenbestand im Kreis stabil bis leicht ansteigend. Obwohl es die Tollwut nicht mehr gibt, ist bei den Füchsen eine intensive Bejagung notwendig. Die Strecke sei leicht angestiegen, aktuell wurden 2945 Tiere geschossen, im Vorjahr waren es 2855 gewesen.

Beim Dachs habe sich der ansteigende Trend der Vergangenheit fortgesetzt, berichtet Werner Kochendörfer. Aus der Statistik geht eine Zunahme von 13 Prozent hervor. „Der Dachs ist bei uns flächendeckend da“, lautet seine Erkenntnis.

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