Landkreis Schwäbisch Hall

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Wer sich helfen lässt, hilft auch anderen - Gesund umsorgt zuhause bleiben

[Artikel vom 31.03.2020]

In den Gemeinden des Landkreises warten Menschen darauf, Besorgungen wie Einkäufe, Apothekengänge, Rezeptabholungen und vieles mehr gerne für Andere zu übernehmen. Aus Bescheidenheit trauen sich viele Menschen nicht die aktuellen Hilfsangebote anzunehmen. Doch wer sich helfen lässt, schützt nicht nur sich, sondern auch andere Menschen vor Infektionen.

 

Normal hat jeder das Recht, medizinisch bestmöglich versorgt zu werden. Während der Krise kann jeder durch besonnenes Handeln dazu beitragen, dass diese Versorgung für alle möglich bleibt. Dazu gehört nichts zu riskieren, was den Medizinbetrieb zusätzlich belastet: Für ältere Menschen ist daher die wichtigste Aufgabe, sich nicht der Möglichkeit einer Ansteckung auszusetzen. In erster Linie bedeutet das: Zuhause bleiben. Eine generelle Kontaktminimierung unterstützt die Eindämmung des Corona-Virus. Deshalb bieten aktuell viele Helfer die Erledigung von vielfältigen Aufgaben an, die Personen, welche zu den Risikogruppen gehören oder bereits erkrankt sind, nicht von zu Hause aus machen können.

Zahlreiche Freiwillige haben sich dafür aus verschiedenen Gemeinden des Landkreises gemeldet und warten darauf Einkäufe, Apothekengänge, Rezeptabholungen und Anderes zu übernehmen. „Diese Menschen haben sich gerne und freiwillig dafür gemeldet. Es wäre daher schade, wenn dieses schöne Angebot nicht genutzt wird“, so Landrat Gerhard Bauer. „Stellen Sie also bei Bedarf Kontakt zu den Helfern her!“

Jede Schwierigkeit birgt eine Chance. Ein deutliches Zeichen dafür ist die wohltuende Hilfsbereitschaft vieler. Sie sagt uns: Wenn wir uns jetzt auch nicht sehen, so achten wir trotzdem aufeinander. „Wenn nach der Krisenzeit, Kontakte bestehen bleiben, oder das eine oder andere Angebot weiter gilt, wäre dies für das Leben im Alter hier im Landkreis ein Gewinn“, ergänzt Thomas Haag, Dezernent für Jugend und Soziales im Landratsamt Schwäbisch Hall. Das macht Mut und lässt die Hoffnung zu, dass uns diese Fürsorge im Alltag nicht wieder verloren geht. Solch eine erfreuliche Aussicht hilft, jetzt mit den Einschränkungen besser umgehen zu können.

Hilfe anzunehmen und zulassen zu können ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Gleichzeitigt ist auch den Helfern geholfen. Denn auch die Freiwilligen haben einen Teil ihres strukturierten Alltags durch die aktuelle Situation eingebüßt und erhalten so wieder eine Aufgabe.
„Wir sind nicht geschaffen, alles alleine zu machen. Dies gilt ganz besonders in der momentanen Situation und vor allem für ältere Menschen“, so Gerald Diem, Leiter des Sozialamtes im Landratsamt.

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