Landkreis Schwäbisch Hall

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Fieberambulanzen in Michelfeld und Crailsheim in Betrieb genommen

[Artikel vom 09.04.2020]

Laut Frau Dr. Körber-Kröll von der Kreisärzteschaft Schwäbisch Hall und Herrn Dr. Kopp von der Kreisärzteschaft Crailsheim verlief der Start an beiden Standorten reibungslos. Beim Andrang von Patienten und der Auslastung der Sprechzeiten gibt es allerdings deutliche Unterschiede. In der Fieberambulanz in der Straßenmeisterei Michelfeld kommen seit der Eröffnung täglich knapp 20 Personen in die Sprechstunde. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag 17 Uhr bis 19 Uhr, können zukünftig aber je nach Bedarf angepasst werden.
In Crailsheim steigen die Patientenzahlen seit der Eröffnung an. Während es letzte Woche noch bis zu fünf Patienten täglich waren, suchten Anfang dieser Woche bereits bis zu 16 Patienten täglich die Fieberambulanz im Industriegebiet Flügelau für eine Sprechstunde auf. Die Öffnungszeiten sind hier von 18 Uhr bis 21 Uhr. Dass in Crailsheim bisher weniger Patienten zu verzeichnen sind als in Michelfeld, ist der Tatsache geschuldet, dass es im Raum Crailsheim einige Großpraxen gibt, die Abstriche und Behandlungen von infektiösen Patienten selbst vornehmen.

Die Vorgehensweise ist an beiden Standorten weitestgehend gleich. Personen mit einschlägigen Symptomen und dem Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion, lassen sich telefonisch von ihrem Hausarzt beraten. Dieser beurteilt, ob sich der Patient in einer der Fieberambulanzen untersuchen lassen muss und meldet ihn gegebenenfalls dort an. Alle Patienten sind in den Fieberambulanzen angemeldet und terminiert. Um so wenig Ansteckungsgefahren wie möglich entstehen zu lassen, warten die Patienten im Auto bis sie zu ihrem Termin abgeholt werden. Die Fieberambulanz ähnelt einer normalen Sprechstunde. Der behandelnde Arzt führt eine Untersuchung durch und legt das weitere Vorgehen fest. Außerdem wird bei begründetem Verdacht auf eine Infektion ein Abstrich vorgenommen. Bis die Auswertung des Labors vorliegt, muss sich der Patient in häusliche Quarantäne begeben.

In Michelfeld läuft das Drive-In-Testzentrum noch parallel zur Fieberambulanz. Zwischen 40 und 55 Personen lassen hier derzeit täglich einen Abstrich machen. Ziel ist es zukünftig, dass die Testzentren in die Fieberambulanzen übergehen und auch reine Abstriche im Gebäude gemacht werden. Aufgrund der aktuell hohen Abstrichzahlen kann der Drive-In-Test allerdings noch nicht abgelöst werden. Die vorgesehene Kindersprechstunde findet derzeit nicht mehr in der Fieberambulanz statt, da der Bedarf nicht groß genug war. In Crailsheim wurde das Drive-In-Testzentrum bereits mit der Eröffnung der Fieberambulanz aufgelöst. Für reine Abstriche steht im Gebäude ein separater Raum zur Verfügung. Man kann hier flexibel auf entsprechenden Bedarf reagieren. Der Drive-In-Test könnte bei erhöhtem Bedarf wieder eingeführt werden.

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