Neues aus dem Landkreis
Klick, klick – statt klassisch aufs Amt: Kommunen im Landkreis ziehen bei E-Government an einem Strang

Erstelldatum27.07.2026
Mehr digitale Services und bürgernahe Online-Angebote in den Verwaltungen – Als E-Government-Koordinatorin unterstützt Svenja Luther Kommunen bei der Weiterentwicklung ihrer Digitalisierungsprojekte. Nach Auslaufen der Landesförderung finanzieren 22 der Städte und Gemeinden im Landkreis Schwäbisch Hall die Koordination eigenständig weiter.
Wer gerade einen anstrengenden Umzug hinter sich hat, hat sicher genügend Dinge auf der To-Do-Liste und kann gut darauf verzichten, aufs Amt zu gehen, um den eigenen Wohnort umzumelden. Wie gut, dass man diese und andere Leistungen der Rathäuser inzwischen auch online erledigen kann. Mit wenigen Mausklicks wird so zum Beispiel der Wohnort umgemeldet, eine Geburtsurkunde beantragt oder eine Meldebescheinigung auf den Weg gebracht. Möglich macht dies das Onlinezugangsgesetz (OZG), das die Kommunen dazu anhält, Verwaltungsleistungen nach und nach weiter zu digitalisieren. Im Landkreis Schwäbisch Hall erhalten die Gemeinden hierbei Unterstützung von der E-Government-Koordinatorin Svenja Luther. Seit 2024 agiert sie im Landratsamt als kompetente Ansprechpartnerin der Städte und Gemeinden und unterstützt sie mit viel Know-how und Fingerspitzengefühl bei der Umsetzung ihrer vielfältigen Digitalisierungsprojekte.
„Zu Beginn war diese Stelle als Projekt des Landes Baden-Württemberg mit dessen Mitteln finanziert worden“, erläutert E-Government-Koordinatorin Svenja Luther. Da diese Kostendeckung inzwischen ausgelaufen ist, haben sich 22 Städte und Gemeinden nach Beschluss in der Bürgermeister-Dienstversammlung im Oktober 2025 bewusst für die gemeinsame Weiterfinanzierung der E-Government-Koordination entschieden, um durch die Nutzung von Synergien langfristig wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.
Damit setzen sie ein klares Signal für eine nachhaltige und bürgernahe Digitalisierung. „Verwaltungsdigitalisierung ist kein Sprint, sondern ein richtiger Modernisierungsmarathon“, so Landrat Gerhard Bauer. „Sie schafft weniger Bürokratie, schnellere Abläufe und macht staatliche Leistungen für Bürgerinnen und Bürger einfacher und jederzeit erreichbar.“
Einer für alle, alle für einen – Lenkungsgruppe „E-Government“
Damit die beteiligten Kommunen im Landkreis bei der Digitalisierung an einem Strang ziehen können, wurde eine gemeinsame Lenkungsgruppe geschaffen, zu der neben Svenja Luther und Stefanie Kalinowski, Fachbereichsleitung für Digitalisierung im Landratsamt, auch Rosengartens Bürgermeister Julian Tausch, Michelfelds Bürgermeister Wolfgang Binnig sowie der Bürgermeister von Michelbach/Bilz, André Dörr gehören. „Damit profitieren wir von dem gegenseitigen Austausch und den Impulsen der jeweils anderen. Ganz getreu dem Motto: Einer für alle, alle für einen“, unterstreicht Svenja Luther.
An der gemeinsamen Finanzierung und Umsetzung beteiligte Kommunen (alphabetisch):
- Blaufelden
- Braunsbach
- Bühlertann
- Bühlerzell
- Fichtenau
- Fichtenberg
- Frankenhardt
- Gerabronn
- Ilshofen
- Kirchberg/Jagst
- Mainhardt
- Michelbach/Bilz
- Michelfeld
- Oberrot
- Obersontheim
- Rosengarten
- Schrozberg
- Stimpfach
- Sulzbach-Laufen
- Untermünkheim
- Vellberg
- Wolpertshausen
Infos
Was ist das Onlinezugangsgesetz (OZG)
Das OZG ist die zentrale Grundlage für die Digitalisierung der deutschen Verwaltungen. Seit 2017 verpflichtet es Bund, Länder und Kommunen, ihre Verwaltungsleistungen vermehrt auch online anzubieten – nutzerfreundlich, sicher und möglichst ohne Medienbrüche.
Digitale Anträge ersetzen die Papierform und mit der „BundID“ erhalten Bürgerinnen und Bürger ein zentrales Bürgerkonto für Online-Verwaltungsleistungen.
Service-BW
In den Kommunen werden die meisten OZG-Leistungen über die landesweite Serviceplattform „Service-BW“ angeboten. Sie ist der zentrale Zugangspunkt für viele Online-Dienste in Baden-Württemberg. Eine einheitliche Lösung bewährt sich hier besonders, weil eine zentrale Plattform gemeinsam genutzt und weiterentwickelt werden kann.