Neues aus dem Landkreis
Heiße Tage im Blick: Hitzeschutz beginnt vor Ort
Zunehmende Hitzetage stellen Städte und Gemeinden vor neue Herausforderungen. Welche Möglichkeiten Kommunen haben, sich darauf vorzubereiten und Hitzebelastungen zu verringern, zeigte die Veranstaltung „Hitzeschutz konkret: Lösungen für gesunde Kommunen“ des Klimazentrums am 2. Juli 2026 in Kirchberg an der Jagst.
Fachvorträge und Praxisbeispiele gaben Einblicke in unterschiedliche Ansätze des kommunalen Hitzeschutzes – von der klimaangepassten Gestaltung öffentlicher Räume bis hin zu konkreten Lösungen an Gebäuden. Dabei wurde deutlich: Hitzeschutz ist eine wichtige Aufgabe, bei der vorausschauende Planung und gemeinsames Handeln entscheidend sind.
Kommunen können mit ihren Maßnahmen wichtige Voraussetzungen schaffen, doch auch im persönlichen Umfeld gibt es Möglichkeiten, mit heißen Tagen besser umzugehen.
Die folgenden Tipps der Verbraucherzentrale zeigen, wie Bürgerinnen und Bürger sich selbst und ihr Zuhause auf Hitzeperioden vorbereiten können.
Hitze-Tipp Nr. 1: Sonnenschutz ist der beste Hitzeschutz
Bevor ein Klimagerät angeschafft wird, lohnt sich ein Blick auf den Sonnenschutz. Außenliegende Rollläden, Jalousien oder Markisen verhindern, dass sich Wohnräume überhaupt stark aufheizen. Wer tagsüber verschattet und in den kühleren Morgen- oder Abendstunden zusätzlich lüftet, kann die Raumtemperatur oft spürbar senken – ganz ohne zusätzlichen Stromverbrauch.
Hitze-Tipp Nr. 2: Ventilator oder Klimagerät – was ist sinnvoll?
Nicht immer ist ein Klimagerät notwendig. Ein Ventilator senkt zwar nicht die Raumtemperatur, sorgt aber durch die Luftbewegung für einen angenehmen Kühleffekt auf der Haut und verbraucht deutlich weniger Strom. Wer nur an wenigen heißen Tagen im Jahr Abkühlung benötigt, fährt mit einem Ventilator oft günstiger.
Hitze-Tipp Nr. 3: Beim Klimagerät auf Effizienz achten
Soll ein Klimagerät angeschafft werden, lohnt sich ein genauer Vergleich. Fest installierte Splitgeräte arbeiten in der Regel deutlich effizienter und leiser als mobile Monoblock-Geräte, sind jedoch teurer und müssen von einem Fachbetrieb installiert werden. Achten Sie beim Kauf auf eine hohe Energieeffizienz und die passende Kühlleistung. Eine regelmäßige Reinigung der Filter und eine bedarfsgerechte Nutzung helfen zusätzlich, Stromkosten zu senken und die Lebensdauer des Geräts zu verlängern.
Kühle Orte im Landkreis
Wer an heißen Sommertagen Abkühlung sucht, findet im BürgerGIS-Portal des Landkreises eine interaktive Karte mit kühlen Orten. Unter www.LRASHA.de/kuehle-orte können bestehende Orte entdeckt und neue Rückzugsorte eingetragen werden. Bereits verzeichnet sind unter anderem Kirchen, Bibliotheken, Wälder, Badeseen und schattige Spielplätze.
So geht’s: Im BürgerGis auf der rechten Seite via „Kartenansicht“ > „Sicherheit und Notdienst“ auf „Kühle Orte“. Schneeflocken-Symbole markieren die kühlen Orte im Landkreis.
Bei Fragen rund um das Thema Hitze kann das Gesundheitsamt kontaktiert werden: gesundheitsamt(@)LRASHA.de; Telefon: 0791 755-6210. Die Energieexpert:innen der Verbraucherzentrale und des Klimazentrums Schwäbisch Hall helfen außerdem bei Fragen zum baulichen Hitzeschutz. Einen kostenfreien Telefontermin können Sie unter 07904 945 99-10 mit dem Klimazentrum vereinbaren.

