Neues aus dem Landkreis
Flurneuordnung Schrozberg-Spielbach 2
Im Flurneuordnungsverfahren Schrozberg-Spielbach 2 wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Wege modernisiert. Der erste Bauabschnitt konnte nun fertiggestellt werden. Es wurden rund 2 km Schotterwege und rund 4,7 km Asphaltwege sowie zwei Ausgleichsmaßnahmen rund um die Ortschaften Böhmweiler, Heiligenbronn, Hummertsweiler und Enzenweiler umgesetzt.
Bei einem gemeinsamen Termin mit der Baufirma Semmer GmbH aus Insingen, der Stadt Schrozberg, dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft, der Flurneuordnungsbehörde sowie dem Bauleiter des Verbands der Teilnehmergemeinschaften Baden-Württemberg konnten die fertiggestellten Wege abschließend begutachtet und abgenommen werden. Mit der Abnahme gehen Besitz und Unterhaltung der Wege auf die Stadt Schrozberg über. Klaus Ehnes, Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Auch Bürgermeisterin Jacqueline Förderer und Thomas Pöschik, Leiter des Bauamtes, zeigten sich erfreut über die neuen Wege: „Durch die Flurneuordnung erhalten die Stadt Schrozberg sowie die im Verfahrensgebiet liegenden Ortschaften wieder ein zukunftsfähiges Wegenetz.“
Die Vermessung der neuen Grenzen wurde vom Flurneuordnungsamt des Landratsamts Schwäbisch Hall parallel zum Wegebau durchgeführt. Die Festlegung der neuen Flurstücksgrenzen erfolgt an Asphaltwegen rund 1,25 m von der Asphaltdecke entfernt. Bei Schotterwegen beträgt die Fahrbahnbreite 3,0 m. Die Flurstücksgrenzen liegen dabei jeweils rund 2,5 m von der Wegachse entfernt.
Verlaufen entlang der oben genannten Wege Wassergräben, werden die Flurstücksgrenzen in einem Abstand von rund 0,75 m von der Oberkante der Grabenböschung festgelegt.
Die neuen Grenzen werden erst mit der vorläufigen Besitzeinweisung gültig. Unabhängig von der Wegeart dürfen die Bankette jedoch nicht von den Anliegern mitbewirtschaftet werden. Sie dienen zum Schutz und der dauerhaften Erhaltung der Wege. Entsprechend ist ein ausreichender Abstand einzuhalten. Die Teilnehmergemeinschaft und die Stadt Schrozberg behalten sich vor, etwaige Schäden an den Wegen zu reparieren und die Kosten den Verursachern aufzuerlegen.
Auch der zweite Bauabschnitt ist bereits in Planung. Die erforderlichen Vorarbeiten und Abstimmungen wurden bereits durchgeführt, sodass die Fördermittel im Frühjahr beantragt werden konnten. Ende Mai 2026 erhielt die Teilnehmergemeinschaft den Bewilligungsbescheid von fast 1,4 Mio. €.
Die Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt ist inzwischen erfolgt. Derzeit läuft die Vergabe des Auftrags. In einer bereits terminierten Vorstandssitzung soll die Baufirma mit dem wirtschaftlichsten Angebot den Zuschlag erhalten. Klaus Ehnes hofft auf einen baldigen Baustart, sodass ein nahtloser Übergang zwischen den Bauabschnitten erfolgen kann. Der genaue Baustart wird nach der Vergabe des Auftrags mit der Baufirma abgestimmt. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft und das Amt für Flurneuordnung und Vermessung des Landratsamts Schwäbisch Hall werden zum zweiten Bauabschnitt zu gegebener Zeit weitere Informationen veröffentlichen.


