Landkreis Schwäbisch Hall

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Gemeinden als tragende Säule beim Ausbau der Radwege

[Artikel vom 19.01.2023]

Zum Ausbau der Radinfrastruktur sind Bund, Land, Landkreis sowie Städte und Gemeinden als Baulastträger gefordert. Den Gemeinden kommt dabei eine zentrale Rolle zu, da viele der relevanten Wege und Flächen in ihrer Baulast liegen. Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundlicher  Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) und der Landkreis Schwäbisch Hall haben Ende des Jahres Vertreter der Städte und Gemeinden im Landkreis nach Wolpertshausen eingeladen. Die Beteiligten konnten sich vor Ort zu den Themen Rad- und Fußverkehrsförderung austauschen. Auch der Netzwerkgedanke war wichtig.

Begeistert über das Format der Veranstaltung zeigte sich die Erste Landesbeamtin und Gastgeberin Anil Kübel bei der Begrüßung: „Die Veranstaltung bringt hier vor Ort Vertre-terinnen und Vertreter aller Ebenen zusammen – von den Bürgermeistern und Radverkehrsverantwortlichen in den Kommunen bis zum Verkehrsministerium und Regierungspräsidium.“
Ein flächendeckendes, durchgängiges Netz alltagstauglicher Fahrradverbindungen entlang der wichtigsten Siedlungsachsen zwischen Ober- und Mittelzentren im Land hat das RadNETZ BW zum Ziel. Schritt für Schritt soll das RadNETZ BW nach einheitlichen Qualitätsstandards ausgebaut und ertüchtigt werden. Das Land hat hierfür bereits 2016 einen Maßnahmenkatalog vorgelegt. Auch der Landkreis bringt den Ausbau der Radinfrastruk-tur voran. Sowohl in seinem Zuständigkeitsbereich mit dem Radwegebau entlang der Kreisstraßen als auch mit dem Kreisradnetz Alltag, den Verbindungen zwischen den Gemeindehauptorten. Die Radkonzeption des Landkreises ist derzeit in Arbeit.

Da circa 80 Prozent der Radinfrastruktur in kommunaler Hoheit liegen, sind die Kommunen wichtige Partner für die Umsetzung der Maßnahmen. Umsetzungshilfen für die Kommunen bieten dabei die Musterlösungen für Radverkehrsanlagen in Baden-Württemberg. Außerdem stehen gut ausgestattete Förderprogramme zur Verfügung.
Marco Schwab vom Verkehrsministerium Baden-Württemberg und Thomas Imminger vom Regierungspräsidium Stuttgart haben den Kommunen viel Rückenwind bei den Förderanträgen für ihre Projekte rund um den Rad- und Fußverkehr zugesichert.
Bei der Veranstaltung wurde aber auch deutlich, dass die Umsetzung der vielen Maß-nahmen im Radverkehr Kommunen an Grenzen bringt.
Mainhardts Bürgermeister Damian Komor hat besonders bei den Vertretern des Verkehrsministeriums und des Regierungspräsidiums für Verständnis dafür geworben, dass nicht immer alles so schnell geht. „Personalknappheit und viele andere wichtige Aufgaben, manchmal aber auch aufwendige Planungsverfahren und Naturschutzauflagen erschweren die zügige Umsetzung der Maßnahmen.“

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die Förderung von Rad- und Fußverkehr wichtig ist. Zugleich war allen bewusst, dass es viele Hürden zu über-winden gilt – und das geht am besten gemeinsam.


Bildquelle: Marcus Gloger, AGFK

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