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Jugendamt Schwäbisch Hall wirft "sozialen Rettungsring" Zur Stelle, wenn's kriselt: Der Allgemeine Soziale Dienst unterstützt Familien

[Artikel vom 04.05.2021]

Ein „sozialer Rettungsring“, nach dem Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern greifen – gerade in der Corona-Pandemie: Genau den bietet das Jugendamt Schwäbisch Hall. Dort gibt es nämlich den Allgemeinen Sozialen Dienst (kurz: ASD). „Der ASD ist in Familien immer dann zur Stelle, wenn’s kriselt – in der Corona-Krise. Und natürlich auch danach“, sagt Landrat Gerhard Bauer.

Landkreis. Von Schulproblemen bis zu Konflikten in der Familie – vieles kann Kindern und Jugendlichen das Leben schwer machen oder sie sogar aus der Bahn werfen. „Die Corona-Pandemie hat in vielen Familien diese Probleme noch verschärft: Nicht raus können – keine Kita, keine Schule, keine Freunde treffen, kein Sport. Gerade dann, wenn sich das Leben in einer kleinen Wohnung abspielt, liegen die Nerven schon mal schnell blank“, so Gerald Diem, Leiter des Dezernats Jugend und Soziales im Landratsamt Schwäbisch Hall.

Eltern hätten zudem häufig das Problem, den Alltag in den Griff zu bekommen: von regelmäßigen Mahlzeiten bis zum Umgang mit Konflikten. Genau dann sei das Jugendamt gefragt: Der Allgemeine Soziale Dienst helfe dabei, den Alltag zu organisieren. „Praktische Unterstützung zu geben, das ist unser Job. Das Spektrum an Hilfe, das der ASD dabei anbietet, ist breit: von der Telefon- und Videoberatung über die Unterstützung in der Familie bis zum Vermitteln ambulanter oder stationärer Hilfen, wie z.B. eine sozialpädagogische Familienhilfe oder einer zeitweisen Aufnahme von Kindern und Jugendlichen in eine Wohngruppe oder einer Bereitschaftspflegefamilie zur Entspannung einer akuten Krise“, so Ulrike Seip, Leiterin des ASD.

Eltern oder Kinder wendeten sich oft selbst an das Jugendamt. „Aber auch Menschen aus dem Umfeld meldeten sich, wenn sie sich Sorgen um ein Kind machen: Vor der Corona-Pandemie kamen Hinweise oft aus Kitas und Schulen. Jetzt sind es häufiger auch Nachbarn, die merken, wenn Hilfe vom Jugendamt gebraucht wird. Wenn das Wohl von Kindern gefährdet ist, dann ist das ein absolut ernstes Thema“, sagt Ulrike Seip.

Im vergangenen Jahr seien 169 Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung beim Jugendamt im Kreis Schwäbisch Hall eingegangen – Fälle, die den Allgemeinen Sozialen Dienst auf den Plan gerufen haben. Ein Viertel davon waren „ernste, oft akute Fälle“, berichtet Hartmut Werny, Leiter des Jugendamtes des Landkreises Schwäbisch Hall. Hier sei es überwiegend um Vernachlässigung, aber auch um körperliche Gewalt, häusliche Gewalt und sexuelle Übergriffe gegangen.

„Bei ca. der Hälfte der Hinweise, die uns erreicht haben, gab es zwar keine Kindeswohlgefährdung, allerdings war Hilfe und Unterstützung vom Jugendamt dringend notwendig. Da sind wir drangeblieben. Anders in den übrigen Fällen ca. 1/4: Das war ‚falscher Alarm‘, d.h. dass die Sorgen, die sich andere gemacht haben unbegründet waren. Aber der ist uns allemal lieber, als wenn einmal zu wenig hingeschaut wird“, so Hartmut Werny.

Im Fokus stehen beim Jugendamt im Kreis Schwäbisch Hall immer die Kinder, die Jugendlichen und ebenso die Eltern: „Wenn es darum geht, dass das Wohl der Kinder gefährdet ist, dann ist der Eins-zu-eins-persönliche Kontakt mit den Eltern und den jungen Menschen enorm wichtig – egal, ob es einen Lockdown gibt oder nicht“, sagt Ulrike Seip. Das Jugendamt setze nämlich alles daran, den „menschlichen Lockdown“ in Familien zu verhindern. Natürlich werden gleichzeitig Sicherheits- und Hygienemaßnahmen beachtet. So werden Gespräche nur mit ausreichend Abstand und bei Bedarf auch mal draußen z.B. bei einem Spaziergang geführt.

Oft reiche es für den Schutz der Kinder bereits aus, den Eltern zuzuhören, ihnen Anregungen zu geben oder gemeinsam mit ihnen nach anderen Handlungsstrategien zu schauen. „Denn das ist häufig schon der Schlüssel zum Erfolg. Wer die Eltern stärkt, schützt damit oft auch gleich die Kinder: starke Eltern, starke Kinder“, davon ist Ulrike Seip überzeugt.

Wer Hilfe braucht, kann sich direkt an das Jugendamt wenden – per Telefon für den Altkreis SHA (0791 755-7279 oder für den Altkreis CR 0791 492-5145)

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Ein "Rettungsring" vom Jugendamt im Kreis Schwäbisch Hall: Der Allgemeine Soziale Dienst (ASD) hilft, wenn Kinder, Jugendliche und Eltern Unterstützung brauchen - bei der Erziehung, bei Konflikten oder Krisen.

Hinweis

Die Inhalte werden vom Landratsamt Schwäbisch Hall gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an das Landratsamt Schwäbisch Hall wenden.

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