Landkreis Schwäbisch Hall

Seitenbereiche

A-a a-A

Vorgewarnt im Katastrophenfall: Diese Warn-Apps gibt es für das Smartphone

[Artikel vom 09.12.2021]

Extreme Regenfälle, Großbrände, ein Bombenfund oder andere Gefahrenlagen – Es gibt vermehrt Apps, die Warnmeldungen im Katastrophenfall auf das Smartphone bringen. Doch wie heißen diese? In welchen Fällen kommen sie zum Einsatz? Und was steckt eigentlich hinter dem Begriff „Cell Broadcast“? Eine Auswahl.

Warn-App NINA: Die Warn-App „NINA“, kurz für (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt. Nutzer erhalten dort wichtige Warnmeldungen für unterschiedliche Gefahrenlagen wie etwa die Ausbreitung eines Gefahrstoffes oder ein Großbrand. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert. Darüber hinaus werden aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie und Verhaltenstipps für den Katastrophenfall mitgeliefert. Standortbezogene Warnungen sind möglich. Meldungen aus dem Modularen Warnsystem „MoWaS“ des BBK werden in der App angezeigt.

Katwarn: Die App „Katwarn“ wurde vom Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme entwickelt. Sie dient der Warnung vor Unglücksfällen und Katastrophen. Via „Katwarn“ werden Benachrichtigungen zu Gefahren als Push-Meldung, SMS und E-Mail für bis zu acht frei wählbare Orte versendet. Die Warnungen werden dabei nach Postleitzahlen als Warntext ausgegeben und sind farblich je nach Brisanz markiert. „Katwarn“ zeigt die Meldungen aus dem BBK-System „MoWaS“ ebenfalls an.

Biwapp: Der Fokus der App „Biwapp“ – kurz für Bürger-Info und Warn-App – liegt auf lokalen Informationen wie etwa Hinweisen zu geschlossenen Schulen, gesperrten Straßen und Fahndungsaufrufen durch die Polizei. Die Meldungen und Katastrophenwarnungen erfolgen direkt über die offiziell zuständigen Institutionen wie etwa die Katastrophenschutzbehörden, Kommunen, die kreisfreien Städte sowie deren Leitstellen. Über eine Notruf-Funktion ist es möglich, sich die ungefähre Adresse oder die Koordinaten des aktuellen Standortes anzeigen zu lassen. Dies kann etwa hilfreich sein, wenn man einen Rettungsdienst verständigen muss und den eigenen Standort nicht genau kennt. In „Biwapp“ werden Warnungen aus dem BBK-System „MoWaS“ eingespielt.

WarnWetter: Mit dieser App versorgt der Deutsche Wetterdienst im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags die Öffentlichkeit mit wichtigen Hinweisen zur aktuellen Warn- und Wetterlage. Neben Informationen rund um Gewitter, Schnee und Glätte, werden auch Warnungen zu Naturgefahren wie Hochwasser, Sturmflut oder Lawinen ausgegeben. Darüber hinaus ist es möglich, sich an den Prognosen über die Zugbahnen von Gewitterzellen zu orientieren. Die App ist in der Vollversion nicht kostenfrei.
 
Was ist Cell-Broadcast?
Beim sogenannten Cell-Broadcast erhält jeder Handy- oder Smartphone-Besitzer, der sich in einem bestimmten Gebiet aufhält, im Katastrophenfall automatisch eine Warnmeldung per SMS. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 26. November der „Mobilfunk-Warn-Verordnung“ zugestimmt. Die gesetzlichen Weichen für die Einführung von Cell-Broadcast im kommenden Jahr wurden somit gestellt.

Die App "NINA", kurz für Nofall-Informations- und Nachrichten-App, wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt. Foto: Landratsamt
Die App "NINA", kurz für Nofall-Informations- und Nachrichten-App, wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) entwickelt. Foto: Landratsamt

Hinweis

Lesen Sie hier die archivierten Presseartikel ausführlich nach.

Weitere Informationen

Zentraler Kontakt

Landratsamt
Schwäbisch Hall

Münzstraße 1
74523 Schwäbisch Hall
Fon: 0791 755-0
Fax: 0791 755-7362
E-Mail schreiben

Postfachadresse
Postfach 11 04 53
74507 Schwäbisch Hall